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Datenanalyse – KI-Prompts und Anweisungen

KI-Prompts für die Auswertung von Zahlen, Kundendaten und Feedback: Kennzahlen aufbereiten, Segmente bilden, Trends erkennen und Prognosen rechnen — jeweils mit der Angabe, was Sie selbst nachprüfen müssen.

Datenanalyse ist die Aufgabe, bei der der Abstand zwischen „die KI hat etwas ausgegeben“ und „ich kann das jemandem vorlegen“ am größten ist. Ein Sprachmodell rechnet nicht, es formuliert — und formuliert Zahlen genauso überzeugend, wenn sie falsch sind. Wo gerechnet werden muss, brauchen Sie ein Werkzeug, das rechnet: eine Tabellenkalkulation, eine Datenbankabfrage oder den Code-Interpreter des jeweiligen Assistenten, der Ihre Datei tatsächlich verarbeitet statt sie zu überfliegen.

Stark ist die KI in den Schritten davor und danach. Davor: aus einer unsortierten Tabelle die Fragen ableiten, die sich überhaupt beantworten lassen; entscheiden, welche Kennzahl zur Frage passt; Auffälligkeiten benennen, nach denen man suchen sollte. Danach: das Ergebnis in Sätze übersetzen, die eine Geschäftsführung liest, ohne die Tabelle zu öffnen. Genau dafür sind die Prompts in dieser Rubrik gedacht.

Zwei Dinge gehören vor jeden Durchlauf geklärt. Erstens die Datenschutzfrage: Kundendaten, Umsätze und Personalzahlen gehören nur in Dienste, die Ihr Unternehmen dafür freigegeben hat. Zweitens die Prüfregel: Jede Zahl, die aus dem Chat kommt und in eine Entscheidung eingeht, wird gegen die Quelle geprüft. Wer das für lästig hält, hat noch keine Sitzung erlebt, in der eine erfundene Zahl auf der Leinwand stand.

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Häufige Fragen

Kann ChatGPT Daten analysieren?

Für das Verstehen und Einordnen ja, für das Rechnen nur eingeschränkt. Ohne Datei-Upload und Code-Ausführung schätzt ein Sprachmodell Zahlen, statt sie zu berechnen — die Ergebnisse sehen plausibel aus und stimmen nicht. Mit Datei-Upload und Code-Interpreter (ChatGPT, Claude, Gemini bieten das je nach Tarif) wird tatsächlich gerechnet; dann ist das Ergebnis so gut wie die hochgeladene Datei. Prüfen Sie in beiden Fällen mindestens eine Kennzahl von Hand nach.

Welche Daten darf ich hochladen?

Das entscheidet die Freigabe in Ihrem Unternehmen, nicht der Anbieter. Personenbezogene Daten, Umsatzzahlen und Personaldaten brauchen einen Auftragsverarbeitungsvertrag und eine interne Nutzungsregel. Ein praktikabler Zwischenweg ist das Anonymisieren vor dem Upload: Kundennummern statt Namen, Regionen statt Adressen. Eine Vorlage für die Nutzungsregel steht unter /vorlagen/ki-nutzungsrichtlinie.

Ersetzt das Excel oder Power BI?

Nein, es sitzt davor und dahinter. Die Berechnung bleibt im Tabellen- oder BI-Werkzeug, weil sie dort nachvollziehbar und wiederholbar ist. Die KI hilft bei der Frage, welche Auswertung überhaupt sinnvoll ist, bei Formeln und Abfragen, die Sie nicht auswendig können, und beim Übersetzen des Ergebnisses in einen Text, den auch jemand ohne Zugriff auf die Datei versteht.

Woran erkenne ich, dass eine Zahl erfunden ist?

An der Herkunft. Fragen Sie nach: „Wie bist du auf diese Zahl gekommen — Rechenweg bitte.“ Kommt ein nachvollziehbarer Weg mit Zwischenschritten, lässt er sich prüfen. Kommt eine Umschreibung, war es eine Schätzung. Verräterisch sind außerdem auffällig runde Werte und Prozentangaben ohne Grundgesamtheit.